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Ein etwas anderes Abendessen… für Leute, die gerne kochen. Beim „Jumping Dinner“ bekommt man einen Kochpartner zugewiesen, und einen Menügang. Und eine Liste mit Uhrzeit und Orten, wo die anderen Gänge verspeist werden. Jeder Gang wird in einer anderen Küche bzw. Wohnung serviert, mit immer anderen Leuten. Am Ende treffen sich dann alle Teilnehmer in einer Bar. Klingt lustig, habe ich mir gedacht – und mich angemeldet für das Jumping Dinner in München.
Mein Kochpartner war Andreas, und wir wurden mit dem Dessert betraut. Nach einem kurzen Telefonat haben wir ein Treffen um halb drei vereinbart, damit wir uns noch vor dem offiziellen Start auf ein Gericht einigen und die Zutaten einkaufen können. Tiramisu hat das Rennen gemacht, weil man das prima vorbereiten kann. Andreas hat gemeint, man hat dann am Abend keine Vorbereitungszeit, weil man meist erst gleichzeitig mit den Gästen eintrifft. Die Leute und Gespräche sind meistens so nett, dass man sich nicht vorher losreissen kann… Und so war es dann auch!
18:00 Beim ersten Gang wurden wir von Christina „die mit den 6 Stühlen“ und Jens „aus Landshut“ bekocht. Kürbiscremesuppe mit Kastanien. Lecker! Und haben auch die anderen Gäste kennen gelernt. Wegen verlängertem Wochenende, der Wies’n und 4 Spontan-Stornierungen waren leider statt der üblichen ca. 30 Teilnehmer nur 8 Teilnehmer angemeldet – was uns allerdings egal war, weil wir uns sofort super verstanden und ziemlichen Spaß miteinander hatten. Helmut, Anette und die zwei Ersatzstühle kamen etwas zu spät, weil sie beim „Friedensengel“ wegen einer „Demo“ im Stau standen… jaja, Demo… von wegen…! Der Friedensengel heißt Bavaria und der Stau heißt „Wies’n“ haben wir eindeutig gedeutet. Und Helmut gleich mit dem Namensschild „der Friedensengel“ beklebt. Anette war „nur zu Besuch“. Tatjana bekam diese Woche schon zum fünften Mal Kürbiscremesuppe serviert – tappte gleich in ein Fettnäpfchen, und hüpfte munter von einem ins nächste – was ihr dann auch gleich einen Eintrag auf ihrem „Namensschild“ brachte: „Tatjana – die mit den Fettnäpfchen…“ – zu ihrer quirligen Art passte wunderbar ihr Kochpartner Hans, der äußerst ruhig war. Wenn aber mal eine Bemerkung kam, dann saß die! Eindeutig unser „Team des Abends“! – Dann: Ortswechsel (acht Personen / 2 Stühle) zur nächsten Location.
20:20 (bzw. etwas später) Interessant der Hauptgang bei „Hans-Hubert“ – stille Wasser sind tief… und so entdeckten wir auch erst nach dem Essen im passend asiatisch dekorierten Wohnzimmer seine hunderte(?!) Kochbücher. Anfangs fanden wir die Kochbücher aus aller Welt noch lustig, aber bald entdeckten wir neben dem „Kochbuch für Blondinen“ und verschiedenen erotischen Kochbüchern („wie rührt Mann erotisch im Kochtopf…?“) auch Rezepte für frittierte Feldratten, gebackene Fledermäuse, Plazentapastete und Menschenfleisch. Es kam die Frage auf, was wir soeben aus dem Wok gegessen hatten… Hühnchen…?!
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22:30 (oder viel später) Weiter zum Nachtisch. Da wir nur zu acht waren, haben wir beschlossen, beide Nachspeisen gemeinsam in einer Wohnung zu verspeisen, Andreas und ich (die „Karin aus Österreich“) haben unser Tiramisu zu Helmut in die Wohnung mitgebracht, wo er uns mit seiner Kochpartnerin Anette Joghurt-Früchtecreme á la Jamie Oliver servierte. Und Musik für die Stimmung… und selbstverständlich haben wir seine Büchersammlung inspiziert – und haben uns eindeutig _nicht_ für das Erotik-Kompendium entschieden, nein-nein-nein! Marketing (oder was war das gleich nochmal…?!) ist viel interessanter… ;-)
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3.15 (oder später?) Nach über 9 Stunden kochen, essen, quatschen, lachen, trinken und genießen haben wir dann doch den Heimweg angetreten. Für mich steht fest: es war super! Das muss auf jeden Fall wiederholt werden!
Wir hätten schon eine Idee… das „Jumping EU Dinner“ – Frühstück in Österreich, Mittagessen in der Schweiz, Abendessen in Deutschland…


